International GT Open – die Anfänge

Im Jahr 2017 wird die International GT Open in ihre 12. Saison starten und sich als eine der Top-Profi-Renn-Plattformen in Europa bestätigen.
Bereits im Jahr 2006 gründete der GT-Sport und ehemalige Sportwagenfahrer Jesús Pareja die Serie, direkt nach Einführung der GT-Sport Monocoque Serie, der heutigen Euroformula Open. Seitdem erfreut sich die International GT Open stetig steigender Bekanntheit und einem wachsenden Erfolg – und in diesem Jahr legt die Serie noch einen drauf, um ihre Position unter den GT-Serien Europas weiter zu behaupten. Aber was genau sind denn eigentlich diese GT-Serien?

Die GT-Klassen – ein Überblick

Die GT-Klassen im Motorsport bieten einige der aufregendsten und vielfältigsten Wettkämpfe im Motorsport, mit vielen Straßenfahrzeugen verschiedener Spezifikationen, die oft gleichzeitig auf der Strecke unterwegs sind. Das garantiert großartige und spannende Rennen, doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen zu verstehen ist nicht ganz einfach.
Zum besseren Verständnis, hier ein kurzer Überblick über die einzelnen GT-Klassen.

GTE

Die GTE-Klasse stellt derzeit das höchste Niveau im GT-Rennsport dar und teilt sich in 2 Kategorien: Pro und Am. Die GTE-Pro ist zum Großteil von werks- und herstellerunterstützten Teams besetzt, während die GTE-Am für den Privatmann oder auch Gentlemen Driver vorgesehen ist. GTE-Am-Autos müssen mindestens ein Jahr alt oder nach der Spezifikation des Vorjahres eingestellt sein. Diese Kategorie wurde vor 2011 GT2 genannt und heißt GTLM in der United SportsCar Championship.

Im Fahrzeug muss nicht zwangsläufig der Motor verbaut sein, mit dem es serienmässig angeboten wird (doch dies ist oft der Regelfall), aber es MUSS ein Motor sein, der in einem Straßenfahrzeug verbaut ist. Abgesehen von Teilen wie Spoilern und Rädern dürfen Kohlefaser, Titan und Magnesium nicht verbaut sein – es sei denn, das Straßenfahrzeug hat werksmäßig ein Carbon-Cockpit. Alle Fahrzeuge verfügen über Heckantrieb, motorbasierte Traktionskontrolle ist erlaubt. Interessant ist ein Relikt aus der alten Le Mans Ära: jedes GTE-Auto muss mindestens 150 Kubik Dezimeter Gepäckraum haben.

GT3

Die GT3 wurde ursprünglich 2005 von der FIA ins Leben gerufen und im Hinblick auf die Spezifikationen unter die GT2 eingegliedert. Diese Serie wurde so konzipiert, dass sie viel einfacher und leichter zu fahren ist als die GT1- und GT2-Klassen, so dass Amateure und jüngere Fahrer sich in höhere GT-Rennen fahren können. Sie wurde zur populärsten Klasse im weltweiten GT-Rennsport ist sie doch in den meisten regionalen Rennserien auf der ganzen Welt präsent. In der United SportsCar Championship werden GT3-Fahrzeuge in der GTD-Klasse mit einem anderen Heckflügel gefahren.
GT3-Fahrzeuge haben keine Begrenzung hinsichtlich Motorgröße und -konfiguration, Chassis-Konstruktion oder Ausstattung, aber es sie müssen eine Straßenzulassung haben und in Masse produziert sein. Hier wird eine große Vielzahl von Fahrzeugen zugelassen. Gelegentlich fahren Privatleute ältere GT3-Fahrzeuge, auch wenn sie nicht mehr in Produktion sind.

GT4

Die GT4-Klasse wurde geschaffen, um die GT3-Klasse mit einer echten Low-Tech-Amateur-Sportwagen-Serie zu unterstützen. Die GT4-Klasse beinhaltet Fahrzeuge, die viel näher an den Straßenfahrzeugen sind, auf denen sie basieren, als die anderen Klassen, die oben vorgestellt wurden. GT4-Fahrzeuge werden oft als „Track Day“ Fahrzeuge bezeichnet, da sie preislich auch für Gentleman-Fahrer erschwinglich sind, die Rennerfahrung sammeln wollen. Die GT4-Klasse startet oft bei den GT3-Serien im Rahmenprogramm. Ebenso gibt es aber auch reine Marken GT4 Klassen.

Die Fahrzeuge sind so eingestellt, dass die technische Performance fast identisch ist – so entscheidet in erster Linie die Fahrerleistung am Ende des Rennens. Sobald ein Fahrzeug zugelassen ist kann es nicht mehr angepasst werden. So hält man die Entwicklungskosten so gering wie möglich, damit es wirklich eine echte Amateur-Klasse bleibt.

Warum die International GT Open? Darum!

 Eine der besten Plattformen für Pro und Am GT-Rennen weltweit:
• Höchste Performance für GT3-Fahrzeugen
• Erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis
• Erste Serie mit Zeit-Handicap-System im Performancevergleich, anstelle von komplexen und teuren technischen Messungen
• Top-Rennstrecken im Rennkalender (ausschließlich beliebte und auch F1 Rennstrecken)

Standard-Ablauf für ein Rennwochenende:
• Freitag: 2 freie Trainings (60 ‚)
• Samstag: 2 Qualifying-Sessions (40 ‚)
• Rennen 1: 70 Min.
• Sonntag: Rennen 2: 50 Min (wann immer es möglich ist, wird das Rennen 2 in zwei separate Super GT und GTS Rennen aufgeteilt)

Weitere Informationen unter: http://www.gtopen.net

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